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Netzwerke, die sich an zwei
verschiedenen Orten befinden lassen sich über eine angemietete direkte
Standleitung verbinden. Diese Standleitung entspricht in der Regel einer
physikalischen Festverbindung zwischen den beiden Standorten. Die
Unterhaltung dieser Festverbindung ist in der Regel sehr teuer, da der
Netzbetreiber und seine Dienstleistung exklusiv bezahlt werden muss.
Da jedes Netzwerk in der Regel eine
Verbindung zum Internet hat, bietet sich diese Verbindung zur
Zusammenschaltung von zwei oder mehreren Netzwerken an (LAN-to-LAN-Kopplung).
Das Internet hat den Nachteil, dass
dessen Infrastruktur im Detail nicht bekannt ist und der Weg der
Datenpakete zwischen LAN 1 und LAN 2 nicht nachvollziehbar oder
vorhersagbar und kontrollierbar ist. So ist es an jedem Knoten, an dem ein
Datenpaket überquert, möglich, dass es abgehört, verändert oder gelöscht
wird. Die Daten werden also ungesichert über das Internet übertragen.
Um die Kosten einer Festverbindung
zwischen LAN 1 und LAN 2 einzusparen und eine gesicherte Datenübertragung
über das unsichere Internet zu gewährleisten, wird ein VPN, ein virtuelles
privates Netzwerk, eingerichtet. Dazu wird mit einem Tunneling-Protokoll
eine verschlüsselte Verbindung, der VPN-Tunnel, aufgebaut. Unabhängig von
der Infrastruktur sorgen VPNs für eine angemessene Sicherheit der Daten,
die darüber übertragen werden.
VPN-Lösungen ermöglichen zudem die
kostengünstige und sichere Anbindung von ...
* Außenstellen oder Niederlassungen
(Filialen)
* kleine LANs
* Heimarbeitsplätze
* mobile Benutzer (Außendienst)
Im Vordergrund steht dabei der
geringe technische und finanzielle Aufwand für die sichere Anbindung in
die unternehmensweite IT-Infrastruktur.
Für das Tunneling gibt es zwei
Ansätze. Im einen Ansatz wird auf der Schicht 3 des OSI-Schichtenmodells
das Tunneling aufgebaut. Dabei wird zur Adressierung der Schicht bzw. des
Datenpaketes das Internet Protocol (IP) verwendet. Man spricht dann vom
IP-in-IP-Tunneling. In der Regel wird IPsec für diese Lösung verwendet.
Ein anderer Ansatz greift direkt
auf der Schicht 2 des OSI-Schichtenmodells ein. Hier wird das Datenpaket
der Schicht 3 verschlüsselt und dann mit der physikalischen Adresse
adressiert. In der Regel werden PPTP oder L2TP für diese Lösung verwendet.
Tunneling-Protokolle
* PPTP (Point-to-Point Tunneling
Protocol)
Das PPTP ist ein Punkt-zu-Punkt
Tunneling Protokoll, das ursprünglich für RAS (Remote Access Server)
entwickelt wurde. PPTP erlaubt die gegenseitige Authentifizierung beim
Aufbau einer VPN-Verbindung.
* L2TP (Layer 2 Tunneling Protocol)
L2TP ist eine Weiterentwicklung aus
PPTP von Microsoft und L2F von Cisco. Es unterstützt verschiedene
Protokolle und mehrere unabhängige, parallele Tunnel.
* IPsec (IP Security)
IPsec ist im OSI-Schichtenmodell in
der 3. Schicht angesiedelt und kann nur in IP-Netzwerken eingesetzt
werden.
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